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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Grab eines berühmten Wassertrüdingers in Edinburg (Schottland) entdeckt

Der Autor des „Ivanhoe“, Sir Walter Scott, brachte die Wassertrüdinger auf die Spur

„Ivanhoe", „Rob Roy" und „Quentin Durward" - diese Werke des berühmten Schotten Sir Walter Scott haben Weltruhm erlangt, nicht zuletzt durch einige Hollywood-Verfilmungen. Der Autor Sir Walter Scott hat jetzt 175 Jahre nach seinem Tod ein Geheimnis gelüftet, das für Wassertrüdingens Heimatpfleger Horst Kirchner und Prof. Dr. Frido Huber aus Augsburg eine kleine Sensation ist, denn Scott hat die beiden Forscher auf die Spur eines weiteren berühmten Wassertrüdingers, nämlich Julius Konrad von Yelin, gebracht, der mit einem Druckwerk vor 200 Jahren Napoleons Reich ins Wanken brachte. Bisher war nur bekannt, daß Yelin, der mit dem anonym verfassten Werk „Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung" den Franzosenkaiser zu Wutausbrüchen herausforderte, in Wassertrüdingen geboren wurde und in München einige wissenschaftliche Werke verfasste.

 

Im Rahmen einer Vortragsreise nach Schottland verstarb Yelin plötzlich, und zwar auf merkwürdige Weise im Royal Hotel in Edinburgh.

 

Kirchner und Prof. Dr. Huber haben jetzt das Tagebuch Sir Walter Scotts, von dem bekannt war, daß er an der Beerdigung Yelins in Schottland anwesend war, analysiert und dabei sehr interessantes herausgefunden. In dem Tagebuch bezeichnet Scott Yelin als „Fremden mit Bildung und Begabung", der 1826 auf unerklärliche Weise im „Royal Hotel" in Edinburgh verstarb. Eigentlich wollte der Wassertrüdinger Yelin sich bei Scott vorstellen und sollte in der „Royal Society" einen Vortrag halten.

 

Doch Yelin erkrankte während der Versammlung, mußte seinen Vortrag abbrechen und sich ins Hotel begeben. Er legte sich ins Bett und stand nicht mehr auf. War er von einem späten Anhänger des 1821 auf St. Helena verstorbenen Napoleon Bonaparte vergiftet worden? Die Gerüchteküche tobte, hatte Yelins Schrift doch maßgeblich zu einer deutlichen politischen Schwächung des Franzosenkaisers und zur Gründung des Königreichs Bayern beigetragen. Für Sir Walter Scott war die Beerdigung Yelins der erste öffentliche Auftritt, den er nach langer Zeit hatte, denn er war finanziell ruiniert.

 

„Julius Konrad von Yelin", ein Freund und Reisebegleiter von Baron Eichthal sei ein gebürtiger Bayer gewesen, so führt Sir Walter Scott in seinem Tagebuch kurz nach der Beerdigung weiter aus. Er habe seinen Aufenthalt in Schottland extra verlängert, um ihn, den „großen Barden", noch zu treffen. Nun sei der „bedauernswerte Mensch" plötzlich gestorben, „sein Herz gebrochen". Yelin wurde auf dem „Calton Hill" mitten in Edinburgh begraben (im Bild), direkt neben dem schottischen Philosophen, Historiker und Nationalökonomen David Hume.

 

Horst Kirchner und der aus Wassertrüdingen stammende Prof. Huber haben nun sofort mit dem Deutschen Generalkonsulat in Edinburgh Kontakt aufgenommen, um zu erfahren, ob die Grabstätte des berühmten Wassertrüdingers noch besteht. Frau Elaine Ballantyne vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Edinburgh habe schon ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit Wassertrüdingen signalisiert, so teilt das Generalkonsulat mit Schreiben vom 12. Dezember 2007 mit. Kirchner geht davon aus, daß das Grab des berühmten Yelin noch besteht.  

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